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Das EU-Energielabel als Richtlinie für Verbraucher?

News vom 20.02.2014, um 8:00 Uhr

Energielabel

Bei dem EU-Energielabel handelt es sich um eine Kennzeichnung von Elektrogeräten, Glühbirnen und Autos. Diese Kennzeichnung, die im Jahr 2011 für Haushaltsgeräte wie etwa Waschmaschinen, Geschirrspüler oder Fernseher verpflichtend eingeführt wurde, reicht von A+++ bis G. Die Kennzeichnung A+++ ist für das Gerät, das am energieeffizientesten arbeitet, die mit G gekennzeichneten Geräte sind die, die bei gleicher Leistung die meiste Energie benötigen.

Seit Juli 2012 dürfen jedoch keine neuen Kühlschränke mehr in den Handel gebracht werden, die nicht mindestens mit A+ ausgezeichnet sind. Dasselbe gilt für Waschmaschinen, die seit Dezember 2013 nicht mehr in den Handel gebracht werden dürfen, wenn sie nicht mindestens Energieeffizienz A+ haben. Zum ersten September 2013 wurde die neue Energieeffizienz für Haushaltslampen eingeführt. Hier gibt es nun zwei Kategorien weniger, es gibt Leuchtmittel mit Energieeffizienz A++ bis E. Die Kategorien F und G entfallen nun.

Die Interpretation der Energieeffizienzklassen

Die Energielabel sagen zunächst einmal wenig aus. Das Problem liegt auch darin, dass Haushaltsgroßgeräte bereits seit 1998 ausgezeichnet werden. Zudem ist das System von A bis G an sich geschlossen. In Deutschland wurde bereits eine Erweiterung zu den Stufen A+, A++ und A+++ eingeführt.

Wird ein Gerät in der Energieeffizienzklasse A+ gekauft, bedeutet das eine prozentuale Verbesserung im Vergleich zu einem Gerät mit der Energieeffizienz A. Bei Waschmaschinen beträgt diese Einsparung von A zu A+ 13%. Berücksichtigt werden hier mehrere Waschprogramme, etwa die bei 40 oder bei 60 Grad. Auch die Schleuderleistung geht mit in die Wertung ein. Als Referenzgeräte wurden hier Waschmaschinen von Siemens und Bosch herangezogen. Komplizierter wird es jedoch bei den Fernsehern. Hier kann die Bildschirmhelligkeit durch die Voreinstellungen gesenkt werden. Diese Einstellungen gehen meist zulasten der Bildqualität und sie führen dazu, dass diese durch den Verbraucher korrigiert werden, was zu einem höheren Energieverbrauch führt.

Wie hoch letzten Endes dann die Stromersparnis für den Endverbrauche ist, lässt sich nur schwer sagen. Hier hilft nur die Beobachtung des Energieverbrauchs und das regelmäßige ablesen des Stromzählers. Wer allerdings nicht nur über energiesparende Geräte Strom sparen will kann auch unter www.guenstigerstrom.de weitere Tipps zum Energie sparen finden.

Das ComeOn Labels-Projekt

Beim ComeOn Labels-Projekt sollen die bisherigen Richtlinien optimal und vor allen Dingen korrekt umgesetzt werden. Bisherige Stichproben im Handel haben gezeigt, dass die Label nicht immer deutlich sichtbar auf der Front von Geräten angebracht wurden.

Zudem wird durch das Projekt überprüft, ob die Angaben auf dem Gerät tatsächlich korrekt sind. Eine besondere Bedeutung haben solche Label bei Elektrogroßgeräten im Haushalt. Bei Kühl- und Gefrierschränken, die dauerhaft im Einsatz sind, kann eine unzureichende oder fehlerhafte Kennzeichnung für den Verbraucher teuer werden. Zudem soll das ComeOn Labels-Projekt Öffentlichkeitsarbeit durchführen. Hierzu gehört auch die Information von Verbrauchern über die Bedeutung der EU-Label und ihre Interpretation. Durch die drei Komponenten, also die korrekte Anbringung, die richtige Kennzeichnung und die Werbemaßnahmen soll zum einen die Energieeffizienz langfristig gesteigert werden und zum anderen sollen die Verbraucher hierdurch sachkundige Entscheidungen treffen können. Um das umzusetzen, muss auch das Personal im Einzelhandel speziell geschult werden und die Anbringung der Label durch unangekündigte Besuche überprüft werden