Neue De-Mail-Dienste erwartet

News vom 27.08.2012, um 8:11 Uhr

De-Mail
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Die De-Mail ermöglicht es, auch E-Mails mit dem Notebook zu verschicken, die rechtsverbindlich sind. Dadurch ist theoretisch erreicht, dass man den offiziellen Postverkehr zuverlässig auch digital erledigen kann. Sowohl die Telekom als auch der Postdienstleister United Internet werden diese Möglichkeit ab dem 31. August in Deutschland anbieten.

Die unterschiedlichen Modelle bei De-Mail

United Internet ist eher unter den Firmenbezeichnungen web.de, GMX und 1&1 ein Begriff. Das Unternehmen möchte auf der IFA in Berlin, die vom 31. August bis 5. September in der Hauptstadt stattfindet, das Angebot detaillierter vorstellen. Erst dann wird zu erfahren sein, was der angebotene De-Mail Dienst kosten soll. Ein großer Optimismus ist bei der Unternehmensleitung schon jetzt unverkennbar. So hat der Dienstleister die Vorstellung, circa 80 Prozent des Briefverkehrs digital abzuwickeln. Ein sehr großes Vorhaben, was einem aktuellen Umsatz von ungefähr zehn Milliarden Euro pro Jahr ausmachen würde. Für Kunden jedoch eine gute Sache, denn so kann man die Post ganz einfach auf dem Monitor einsehen und spart sich eine Menge Zeit.

Die Telekom dagegen möchte ihren Dienst schon am 31. August starten. Für Privat- und Geschäftskunden sollen laut dem Anbieter verschiedene Modellvarianten angeboten werden.

Telekom bietet De-Mail Verfahren an

Für Privatkunden wird eine Registrierung und Einrichtung eines De-Mail-Kontos kostenlos sein. Vertragslaufzeiten oder eine Grundgebühr soll es laut Telekom ebenfalls nicht geben. Im ersten Vierteljahr erhalten die Anwender 50 freie Mails. Im Anschluss daran berechnet die Telekom 39 Cent pro De-Mail. Anders sieht es allerdings bei den Geschäftskunden aus. Hier sollen vier unterschiedliche Tarife angeboten werden. Die Mindestvertragslaufzeit beträgt sechs Monate. Dabei kann der Dienst in das vorhandene E-Mail-System integriert werden. Konkurrenz sehen die Anbieter nur im E-Postbrief, den die Deutsche Post anbietet. Diese wiederum hat bereits erkannt, dass sie gegen die De-Mail nicht ankommen wird, und möchte deshalb ebenfalls bis Jahresende das De-Mail-System anbieten.