Blackberry Z10 ist da!

News vom 10.02.2013, um 13:23 Uhr


© Blackberry

Der Blackberry-Produzent RIM galt einmal als Pionier unter den Herstellern von Smartphones. Allerdings verschlief der Konzern leider die Entwicklung. Nun kommen erneut zwei ganz neue Geräte von ihm und wir stellen das Blackberry 10 mal genauer vor:

Was spricht eigentlich für Blackberry?

Bisher schauten Blackberry-Nutzer recht neidisch zu den iPhone-Besitzern, welche lustig auf ihren Displays herum gewischt haben. Mit dem Blackberry 10 ist dies nun auch möglich. Es kann von allen Seiten gewischt werden. Fast kein anderes Betriebssystem eines Handys bietet eine derart einfache Erreichbarkeit in Sachen Nachrichten und Einstellungen wie das Blackberry 10. Während einer Eingabe von Text könnte es durchaus passieren, dass in Zukunft Android– und iPhone-Anwender neidvoll auf die Besitzer eines Blackberry schauen werden. Die virtuelle Tastatur des Blackberry ist nach relativ kurzer Eingewöhnungszeit leichter bedienbar als die der Konkurrenz. Es werden Worte vorgeschlagen, welche durch ein einfaches Wischen angenommen und in das Textfeld eingefügt werden können. Schreibt ein Anwender in unterschiedlichen Sprachen, stellt dies für Blackberry 10 kein Problem dar, da die Sprache erkannt wird.

Nicht ein anderes Smartphone-Betriebssystem hatte von Anfang an eine derartige Vielzahl von Anwendungen im Angebot wie das Blackberry 10. Im November 2010, als Windows Phone präsentiert wurde, waren rund 2000 Apps für die Handys im Angebot. Auf über 70000 Anwendungen kann Blackberry Z10 zugreifen. Zwei der Wichtigsten sind Twitter sowie Facebook. Das Blackberry 10 teilt sich in zwei unterschiedliche Bereiche auf – den privaten und den beruflichen. Bei Wahl der beruflichen Nutzung können nur die vom Arbeitgeber zugelassenen Anwendungen genutzt werden. RIM gelang es, sich von der Abhängigkeit zu Unternehmenskunden zu lösen. Vor ungefähr fünf Jahren galten Behörden und Unternehmen als die Hauptkunden von RIM. In der heutigen Zeit werden Entscheidungen zum Kauf größtenteils von privaten Anwendern getroffen.

Ein weiterer wichtiger Punkt, der für Blackberry spricht, ist der Netzbetreiber. Ohne diesen geht es in der Regel kaum noch, da eine Vielzahl von Smartphones über Netzbetreiber vertrieben werden. Bei den Netzbetreibern ist Blackberry sehr beliebt, da die Geräte sehr stabil gebaut sind.

Was spricht gegen Blackberry?

Blackberry kommt etwas zu spät. Der größte Teil des Smartphone-Marktes ist von Apple und Google abgedeckt. Es wird nur noch selten ein Kunde umsteigen.

Die Veröffentlichung des neuen Betriebssystems bei Blackberry musste ständig verschoben werden. Auch das neue Gerät Z10 wird es erst im März zu kaufen geben. Somit kommt Blackberry etwas zu spät. Blackberry Z10 wird für viele Kunden entschieden zu teuer sein. Der Ruf von Blackberry ist nicht gerade der Beste. Die kanadischen Smartphones sind ausschließlich als Arbeitsgeräte gedacht, was für die meisten Anwender inakzeptabel ist. Blackberry wird es auf dem Markt sehr schwer haben, gegen den Konkurrenten Microsoft mit dem Betriebssystem Windows Phone 8 anzukommen.

Blackberry ist dafür bekannt, seinen Umsatz aus dem Verwalten sowie Durchleiten von E-Mails an seine Kunden zu machen. Pro Kunde müssen die Netzbetreiber circa sieben bis zehn Dollar je Monat an die Kanadier weitergeben. Um die Gebühren zu senken, nutzen die Netzbetreiber Blackberrys Schwäche aus. Hingegen werden von Blackberry selbst weniger Einnahmen erwartet.

Wir dürfen also gespannt auf das neue Smartphone von Blackberry sein und hoffen, dass es das Comeback ist!